Neues Kids Bike Projekt

Dreifach Schaltung am Steppenwolf
3-fach Antrieb vor dem Umbau

So, nach dem 1×11 Umbau für Moritz ist nun das 24″ Rad für Anton dran.

Anton wird langsam etwas groß für sein 20″ Bike, so dass er wohl ab Herbst oder Winter auf ein 24″ „aufsteigt“.

Zu diesem Zweck habe ich ihm ein, im Verein bereits wohl bekanntes, Steppenwolf gekauft. Der Rahmen hat zwar schon einige Jahre auf dem Buckel, trotzdem bringt er alle Voraussetzungen mit, um als Grundelement für Antons neues Rad zu dienen.

Steppenwolf „Original“

 

Bis ich Anton das Rad aber übergebe, muss es erst einmal zur Kur! Mit einem Gewicht von über 12 kg kann ich den jungen Mann nicht ruhigen Gewissens ins Gelände lassen.

Steppenwolf hängt mit über 12 kg an der Waage

Das Rad wiegt ja fast die Hälfte vom Fahrer.
Hinzu kommt, dass ich die verbaute 3×9 Schaltung nicht für kindgerecht halte, da es sich schon oft gezeigt hat, dass die Kids mit zwei Schalthebeln einfach nicht klar kommen. Das Ergebnis ist dann in der Regel, dass sie den Berg nicht hochkommen, da sie in einem viel zu hohen Gang fahren oder sie fahren mit einer irrsinnigen Trittfrequenz auf gerader Strecke, da der Gang viel zu niedrig ist.
Erschwerend kommt hinzu, dass die Kurbel eine Länge vom 170 mm hat und damit so lang ist wie die, die ich selbst am Rennrad fahre. Damit ist sie für ein knapp 130 cm großes Kind auf jeden Fall viel zu lang.

Nächste Stelle für die Optimierung werden auf jeden Fall die Reifen. Die oft bei Kinder Rädern verbauten Kenda K-829 sehen zwar schick aus, wiegen aber mit ca. 900 g gut das Doppelte eines leichten Faltreifen.

Als letztes werde ich wohl noch die Federgabel gegen eine Starrgabel tauschen. Ob ich das sofort mache, weiß ich aber noch nicht, die ganze Aktion kostet ja auch ein wenig Geld…

Welche Teile an dem aktuellen Bike verbaut sind und was sie im Einzelnen auf die Waage bringen, werde ich hier dokumentieren. Anschließend werde ich die neuen Teile gegenüberstellen. Anschließend sollte sich ein recht genaues Bild ergeben, wo welche Einsparungspotenziale bestehen.

Eins steht aber auch fest: Dies wird kein Ultra-Leichtbau-Wahnsinn, denn ich weiß aus Erfahrung, dass Zuverlässigkeit ein zweiter wichtiger Faktor bei einem Bike ist.
Zum einen darf der Leichtbau nicht dazu führen, dass sich der Fahrer verletzt, wenn eins der Teile die Belastung nicht aushält!
Zum anderen habe ich auch nicht die Zeit ständig an dem Rad zu schrauben, schließlich muss ich ja Moritz‘ und mein Rad auch noch warten!

 

Über Sven Pohl 11 Artikel
MTB Trainer und Vater zweier Jungs, die bei den Young Neckar Bikern in Neckartenzlingen aktiv Mountainbike fahren.

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